Diakonie ermöglicht Schulkindern gemeinsame Mahlzeit in Wiener Schulen

Montag, 19. November 2018
Kinder bei der gemeinsam vorbereiteten Schuljause
Zunehmend kommen viele Kinder ohne Frühstück und ohne Jause in die Schule (Foto: Nadja Meister)
„Lernen mit leerem Bauch? – Das geht nicht“. Eine gemeinsam zubereitete Jause macht satt, steigert die Konzentration und fördert das Miteinander.
Kinder bei der gemeinsam vorbereiteten Schuljause
Zunehmend kommen viele Kinder ohne Frühstück und ohne Jause in die Schule (Foto: Nadja Meister)

„Lernen mit leerem Bauch? – Das geht nicht“. So lautet das Motto eines Projekts der Diakonie, auf das Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser anlässlich des Welttages der Kinderrechte (20.November) hinweisen möchte.

Zunehmend kommen viele Kinder ohne Frühstück und ohne Jause in die Schule, berichtet Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich. In Folge sinkt die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsstunden rasch. Eine von der Diakonie organisierte Pausenverpflegung soll dem entgegenwirken. Doch geht es um mehr als nur das Füllen leerer Mägen. Die Mahlzeiten werden von den Kindern und LehrerInnen gemeinsam zubereitet und verzehrt – eine Gemeinsamkeit, die viele Kinder von zuhause nicht (mehr) kennen.

Bei der Zusammenstellung der Lebensmittel wird außerdem auf eine ausgewogene Ernährung Wert gelegt. „Besonders frisches Obst und Gemüse gehen dabei weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln“, freut sich die Diakonie Direktorin. Ermöglicht wird das Projekt für 750 Kinder an sieben Wiener Schulen vom Lebensmittelhändler HOFER.

gemeinsame Mahlzeit verbessert Konzentration

„Den Magen zu füllen ist nur ein Aspekt des Projektes. Auch die soziale Komponente darf nicht zu kurz kommen,“ unterstreicht Diakonie Direktorin Moser. „Wichtig ist es uns, die Konzentration und Aufnahmebereitschaft der Kinder im Unterricht zu steigern, die Schulleistungen zu verbessern und die gegenseitige Akzeptanz zu erhöhen.“

Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie den Umgang mit frischen Lebensmitteln lernen. Wesentlich ist auch das gemeinsame Tischdecken, miteinander Essen und Abwaschen. Die Kinder genießen den sozialen Aspekt des Essens. Sie ziehen die gemeinsame Mahlzeit dem oftmals leeren Zuhause vor.

„Wir erleben die SchülerInnen jetzt entspannter und ruhiger und sie nehmen auch mehr Rücksicht aufeinander. Ich bin überzeugt davon, dass sich das regelmäßige Essen auch auf die Leistung der Kinder positiv auswirkt“, so die Lehrenden.

Gegen Armut, für mehr Chancen

Die gemeinsame Jause ist auch ein Projekt gegen Armut und für mehr Chancen. 50.000 sechs bis neunjährige und 80.000 zehn bis 14jährige Kinder leben österreichweit in einkommensarmen Haushalten. Der finanziellen Armut folgen belastende Wohnbedingungen, gesundheitliche Probleme, chronischer Stress und Einsamkeit.

HOFER ermöglicht das Projekt

Der Lebensmittelhändler HOFER ermöglicht das Projekt für 750 Kinder an sieben Wiener Schulen. Im Rahmen seiner Initiative „Projekt 2020“ bündelt der Diskonter seit 2013 sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. So ist es HOFER ein großes Anliegen, dass ausgewogene Ernährung keine Frage der finanziellen Mittel sein sollte. Deshalb bietet der Lebensmittelhändler seinen Kunden täglich frische und vitaminreiche Produkte zu günstigen Preisen an. Als familienfreundliches Unternehmen ist es HOFER wichtig, bereits bei den Jüngsten anzusetzen, denn in der Kindheit wird ein wichtiger Grundstein für eine bewusste Ernährungsweise gelegt.

Informationen zu den Kooperationen der Diakonie mit HOFER finden Sie hier

Fotomaterial für redaktionelle Verwendung

Bilder zum Download für redaktionelle Verwendung